Der kleine Fridolin wurde als zitterndes Häufchen Elend auf einem Markt freigekauft und so vor dem Schlachter gerettet. Fleisch von Ziegenkindern ist beliebt, in der Schweiz wird es meist als "Gitzi" verkauft. Wenn man die Tierchen aber betrachtet, wird einem so richtig bewusst, dass es sich eben um "Kinder" handelt, die leben und spielen und nicht als Kilo, Stück oder Nummer verkauft und geschlachtet werden sollten. So verstehen wir durchaus, dass solche Freikäufe immer wieder mal stattfinden. Leider nutzt es nur dem betroffenen Tier, nicht aber der Sache selber. Denn anstelle von diesem Tier, wird dann einfach das nächste Ziegenkind geschlachtet, für Nachschub wird immer gesorgt, solange eine Nachfragte besteht.
Da der Retter aber keine Verwendung für das Böcklein hatte, kam auch Fridolin auf Umwegungen ins Tierrefugium, wo er sich rasch mit Flori und den drei Ziegenmädchen Sternchen, Truli und Gundel anfreundete und sein Leben in der kleinen Herde nun jeden Tag in vollen Zügen geniessen darf.
Aber perfekt wäre das Leben eben erst, wenn sich auch noch Patinnen und Paten für ihn interessieren würden.

