Unzählige Tiere brauchen unsere Hilfe. Wir versuchen, wann und wo immer möglich, Tierschützern vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, damit sich die Situation nachhaltig verbessert. Wir sind leider nicht in der Lage alle Tiere dieser Welt zu retten. Aber ab und zu können wir für ein einzelnes Tier die ganze Welt retten, indem es Aufnahme in unsere Organisation als Vereinstier findet. Solche Tiere werden nicht mehr vermittelt, sie werden nicht mehr im Sport und auch nicht mehr für Arbeiten eingesetzt. Sie können einfach Tier sein, das Leben in Freiheit und, stellvertretend für die vielen anderen weniger privilegierten Tiere, ein artgerechtes Dasein in Sicherheit geniessen. Unsere Finanzen lassen die Aufnahme weiterer Tiere nur dann zu, wenn die bereits aufgenommen Tiere mit Patenschaften abgesichert sind, d.h. der monatliche Unterhalt der Tiere wird durch eine oder mehrere Personen finanziert.
Sie finden unter unseren Tieren auch Tiere, die bei der indischen Organisation VSPCA Aufnahme gefunden haben. Wir unterstützen diese Organisation seit Jahren und würden uns freuen, wenn wir Patenschaften auch an unsere indischen Tiere vermitteln können.
Patenschaftsbeiträge an NetAP gelten als Spenden und können bei der Steuer abgesetzt werden.
ORLANDO
Der braune Spanier Orlando wurde im Alter von 12 Jahren vom Veterinäramt aus einer tierschutzwidrigen Haltung beschlagnahmt. Zusammen mit ihm wurden weitere Pferde konfisziert. In der Folge suchte das Amt Käufer für die Tiere. Für Orlando interessierte sich jedoch niemand. Als sämtliche anderen Pferde verkauft worden sind, drohte dem Hengst der Schlachter, denn der Kanton wollte nicht weiter für die Unterhaltskosten aufkommen. Orlando hatte keine Papiere, eine Verletzung am Bein, die ihn ohne Operation als Reittier untauglich machte und war Hengst, was ein Leben als Beistellpferd praktisch ausschloss. Für uns spielte das alles keine Rolle. Wir entschlossen uns spontan, den schönen Braunen zu übernehmen und ihn in eine kleine Herde zu integrieren, wo er für alle Zeit der Welt ein wunderbares Leben als Pferd führen darf. Zuerst allerdings wurde dafür seine Männlichkeit geopfert, aus dem Hengst wurde ein Wallach und mittlerweile ist aus dem sehr unsicheren und scheuen Hengst ein mutiges und auch recht freches Pferd geworden, der zusammen mit seinen Kumpanen die Weiden unsicher macht und heute wohl mehr "Hengst" ist, als er in seinem ganzen früheren Leben je sein durfte.
CORVEY
Die Fuchsstute Corvey diente ihr Leben lang als Zuchtstute. Unzählige Fohlen hat sie liebevoll aufgezogen bis ihre Nachkommen gemäss Auskunft des Zuchtverbandes nicht mehr dem "heutigen Standard" entsprachen. Für die 18 Jährige Stute kam diese Aussage einem Todesurteil gleich, der Schlachttermin war bereits vereinbart. Die zehnjährige Tochter der Besitzerfamilie wollte dies jedoch nicht so einfach hinnehmen und überzeugte die Mutter, doch wenigstens zu versuchen, für die Stute einen Platz in einem Pferdealtersheim zu kriegen. Leider gibt es solche Pferdealtersheime kaum, die ein Pferd übernehmen ohne dass gleichzeitig die Unterhaltskosten weiter bezahlt werden. Eine solche Rente konnten sich die Besitzer aber nicht leisten. Und so wäre Corveys Schicksal fast besiegelt gewesen. Als wir von Corveys Schicksal erfuhren, entschlossen wir uns, auch diesem Pferd die Chance seines Lebens zu bieten. Corvey ist inzwischen in eine kleine Herde integriert und hat sich schon gut eingelebt. War sie zu Beginn sehr mager, hat sie bereits etwas zugelegt und ist sehr menschbezogen. Sie ist ein Magnet für jeden Besucher, der sich an ihrer Schönheit und ihrem lieben Wesen erfreut.
RAMINA
Ramina ist eine siebzehnjährige Schweizer Fuchsstute. Aus gesundheitlichen Gründen wollte sich der Besitzer von Ramina, nach über zwölf gemeinsamen Jahren, von der grossen Stute trennen. Er hatte das Gefühl, Ramina hätte die Lebensfreude verloren und es sei wohl besser, sie zu erlösen. Wir waren anderer Meinung und konnten den Besitzer, nach vielen Diskussionen davon überzeugen, uns Ramina zu überlassen. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich bei Ramina die erste grosse Veränderung. Sie wirkte viel stabiler, war sehr aufmerksam, menschbezogen, neugierig und machte einen sehr lebensfrohen Eindruck. Ramina wird in Zukunft mit anderen Pferden ihr Leben auf einer Weide verbringen, wo sie selber entscheiden kann, wann gespielt, gerannt, gegrast oder geruht wird. Sie wird nicht mehr geritten werden und bekommt alle Aufmerksamkeit die sie braucht.
MUSHKAR
Mushkar ist im Tierheim von VSPCA in Indien. Mushkar wurde als Kätzchen auf Indiens Strassen ausgesetzt. Klein und hilflos, fand er für kurze Zeit einen Besitzer. Als jedoch sein Temperament immer öfter mit ihm durchging und er zu einem richten Wildfang heranwuchs, der nur Flausen im Kopf hatte und gerne Akten vernichtete, wurde er ins Tierheim gebracht. Dort hat er nun, zusammen mit vielen anderen Katzen, alle Zeit der Welt um herumzutollen, ohne dass sich irgendjemand daran stört. Im Gegenteil, insbesondere die kleinen Katzen beteiligen sich gerne an seinen Streichen. Mushkar gefällt sein neues Zuhause. Zu seinem Glück fehlt ihm heute nur noch eine Patin oder ein Pate.
ZANDORA
Zandora wurde nicht mehr trächtig und hätte deshalb im Alter von fünf Jahren geschlachtet werden sollen. Sie war eine Kollegin unserer Corvey, also war es naheliegend, dass wir auch Zandora retten wollten, schliesslich machen wir keinen Unterschied, was die Tierart angeht. Bei der Rettung wurden wir sehr aktiv durch den Tierschutzbund Zürich unterstützt, der Zandora schliesslich nach ihrer Rettung ganz übernommen hat. Sie lebt heute auf einem Viva la Vacca Hof. Gerne vermitteln wir Patenschaftsanfragen für Zandora an den Tierschutzbund weiter.
RAISIN
Raisin wurde zusammen mit ihren fünf Jungen bei einer indischen Gemeinde abgegeben, mit dem Auftrag, alle sechs Tiere zu töten. Die Gemeinde zog es jedoch vor, die Familie im Tierheim von VSPCA abzugeben. Dort fanden sie ein neues Zuhause. Raisin ist eine ausserordentlich freundliche Hündin und macht sowohl Angestellten als auch Besuchern und natürlich auch den anderen Tieren im Tierheim nur Freude. Zu ihrem Glück fehlen nun noch zwei Dinge. Entweder ein neues schönes Zuhause bei einem liebevollen Besitzer oder eine Patin oder ein Pate, der sich aus der Ferne über die liebenswürdige Hündin freut.
ANNY
Anny ist ein junges Pferd aus Süditalien und wurde schon als Fohlen sehr misshandelt. Der Mann, der Anny zusammen mit einem weiteren Jungpferd gekauft hatte, war überzeugt davon, den Willen des charakterstarken Pferdes durch eine isolierte Haltung in einem dunklen Stall brechen zu können. Getrennt von ihrer Pferde-Freundin hat Anny sehr gelitten in dieser Einsamkeit. Am 30. Mai 2010 wurde Anny unerwartet an Zigeuner verkauft, die das Pferd noch mehr misshandelten, es mästen wollten um es schliesslich zu schlachten. Nachdem zuvor die Tochter einer lokalen Tierschützerin das Pferd entdeckt und sich mit ihm angefreundet hatte, war der Schock für sie und ihre Familie gross. Es konnte nicht sein, dass dieses Tier nie in seinem Leben etwas Gutes erfahren durfte. Die Familie, die sich seit Jahren sehr engagiert gegen das Elend der Strassentiere in Apulien einsetzt, war in ihrem ganzen Tun blockiert. Nach Rücksprache mit unserer Kontaktperson vor Ort entschied NetAP einzugreifen und so konnte Anny im letzten Moment vor dem Schlachter gerettet werden. Anny wurde ausgelöst und an einen Ort gebracht, wo sie voräufig sicher und artgerecht leben und sich von den schweren Misshandlungen erholen kann. Nun suchen wir erstens einen geeigneten und dauerhaften Gruppen-Weideplatz und zweitens Patinnen und Paten, damit die Zukunft von Anny gesichert wird und sie ihre schlimme Vergangenheit vergessen kann. Giorgia und ihre Familie sind glücklich: Nachdem sie jahrelang für das Wohl der Strassentiere gearbeitet haben, wurde nun etwas für sie getan - was indirekt wiederum auch den Strassentieren zu Gute kommt. Mit neuer Energie werden sie weiterkämpfen für die geschundenen Kreaturen in Apulien.
Interessieren Sie sich für eine Patenschaft? Sie haben folgende Möglichkeiten:
Teilpatenschaft: Sie unterstützen Ihr Patentier mit einem Betrag Ihrer Wahl. Aus administrativen Gründen bitten wir jedoch um einen Mindestbetrag für Kleintiere Fr. 25.-- im Monat, für Pferde Fr. 50.-- im Monat, für Kühe 40.-- im Monat .
Vollpatenschaft: Mit der Vollpatenschaft kommen Sie für sämtliche monatlichen Unterhaltskosten (exkl. allfällige medizinische Zusatzkosten) auf. Für ein Pferd sind dies Fr. 350.--, für eine Kuh Fr. 300.--, für eine Katze Fr. 100.--, für einen Hund Fr. 140.--.
NetAP informiert die Paten regelmässig über das Befinden des Patentieres. In der Regel besteht auch die Möglichkeit, das Patentier zu besuchen. Auf Wunsch werden Sie namentlich als Pate Ihres Tieres erwähnt.
Wir sind aber auch darauf angewiesen, allgemeine Spenden für den Individualtierschutz zu erhalten, damit wir im Notfall rasch und unbürokratisch handeln können.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
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