Kalif ist ein 21jähriges rheinisch-westfälisches Kaltblut. Diese Pferde sind relativ früh schon sehr gross und gelten als "frühreif", deshalb werden viele schon mit knapp zwei Jahren zur Schwerstarbeit im Wald oder vor dem Wagen herangezogen.
Kalif leidet unter Arthrose, aber auf die Behandlung spricht er gut an und wenn er richtig gut drauf ist dann bebt die Erde unter seinen Hufen und er wird richtig übermütig. In seiner Jungend musste er Kaltblutrennen mitmachen und wurde vor die Kutsche gespannt. Mit den Jahren wurde er immer schreckhafter und bekam plötzlich Panik Attacken, weshalb er hätte geschlachtet werden sollen. Kalif hatte Glück: Er landete nicht im Schlachthaus sondern auf der Weide, zusammen mit den anderen NetAP Pferden.
Unsere Tierärztin fand heraus, warum er manchmal so panisch reagierte: Seine Augen sind erkrankt, in beiden Glaskörpern befinden sich reflektierende Körper und wenn Kalif ins helle Sonnenlicht kommt spiegelt es sich darin. Dadurch entsteht ein "Discoeffekt", d.h. Kalif sieht nur noch Lichtblitze und bekommt Angst.
Diese Erkrankung konnte nicht geheilt werden, aber in seinem Herdenverband und mit seinem wirklich langen, dunklen Schopf, klappt es prima. Ausserdem hat er jemanden dem er vertraut und folgen kann, das ist Rayna, eine Stute, die auf einem Auge blind ist und eigentlich immer bei Kalif ist.
Ein so schönes und liebenswürdiges Pferd wie Kalif hat keinen Paten? Wir verstehen das nicht - und er auch nicht. Möchten Sie vielleicht bald Pate oder Patin für Kalif sein?


