Hilfe für Strassentiere in Apulien

Bruno_beim_Ohrenkraulen Die Tierschützer von NetAP engagieren sich seit 2001 für Strassentiere in Süditalien, insbesondere in Apulien, indem Kastrationen, medizinische Versorgung, Unterbringung, Verbesserung von Haltebedingungen etc. finanziert und/oder durchführt werden.

Wir arbeiten eng mit Tierschützern vor Ort zusammen und sind Mitglied von CICTO (Coalizione internazionale contro la tortura organizzata dei cani italiani Organisation gegen die organisierte Hundequälerei in Süditalien).


Süditalien ist in vielen Ferienkatalogen vertreten und wird vor allem im Sommer von Touristenströmen heimgesucht. Die Schönheit der Landschaft und die kulinarischen Genüsse können jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass in Süditalien, wie in vielen anderen südlichen Regionen, unendlich viele verstossene Tiere leben, darunter auch tausende streunende Hunde und Katzen. Jedes Jahr werden weitere Tiere ausgesetzt, allzu oft unkastriert. Schätzungen sprechen von jährlich rund 300'000 Hunden und 150'000 Katzen allein in Italien. Ein Grossteil dieser Tiere fällt dem Strassenverkehr zum Opfer, manche werden vergiftet oder erschlagen. Viele Hunde werden von Hundefängern eingefangen und in eines der zahlreichen Canile (Hundeheime) gebracht. Solche Tierheime sind in Apulien nach einer Gesetzesänderung Anfang der 1990er Jahre wie Pilze aus dem Boden geschossen. Oft nicht aus Tierliebe, sondern um des Profites willen. Das Gesetz verpflichtet die Gemeinden, Hundeheime einzurichten und zu subventionieren. Die Aufwandsentschädigung, die die Staatskasse den Tierheimen zukommen lassen muss, wird pro Tier berechnet. Dies hat zur Folge, dass viele Tierheime trotz klarer Bestimmungen im Gesetz kaum Interesse daran haben, die Tiere zu kastrieren oder ein leidendes Tier einzuschläfern. Denn werden die Tiere konsequent kastriert, Apulien_Hundefreundschaft_im_Heim gibt es bald weniger Hunde und damit weniger staatliches Geld in die Taschen der Betreiber, die leider oft den grösseren Anteil der Subventionen für die eigenen Bedürfnis oder die Bedürfnisse korrupter Behördenmitglieder verwenden. Aber selbst wenn Tierheime die Subventionen im Interesse der Hunde nutzen, so reichen diese kaum aus, um die Futter- und Tierarztkosten zu decken. An bauliche Massnahmen beispielsweise ist gar nicht zu denken. Und so vegetieren allein in der Region Apulien rund tausende Hunde oft auf kleinstem Raum vor sich hin. An Auslauf, Spiel und Spass ist nicht zu denken und das obwohl Apulien täglich geschätzte 120'000 Franken an Steuergeldern für die Hunde ausgibt.

  Apulien_Hund_vor_Meer

Lesen Sie auch

Bericht im Schweizer Hundemagazin vom Juni 2007 PDF

Bericht im Tierschutzbund aktuell vom Oktober 2009 PDF

Spenden für das Projekt Süditalien mit dem Stichwort "Süditalien" auf PC 85 -788418 -5

Vielen Dank!


Ein paar Impressionen vergangener Einsätze in Apulien







 
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